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Militärrabbiner gesucht

Militärrabbiner, Bundeswehr, Oberst Gideon Römer-Hillebrecht, Doron Kiesel, Daniel Botman, Zentralrat der Juden in Deutschland

Kranzniederlegung für die gefallenen jüdischen Soldaten im 1. Weltkrieg im Jahr 2014. Im Vordergrund links: Oberst Gideon Römer-Hillebrecht vom Bund jüdischer Soldaten und Rabbiner Klein. Foto: Archiv

Am 1. Juni 2021 will die deutsche Bundeswehr zum ersten Mal seit ihrem Bestehen zwei jüdische Militärrabbiner einstellen. Noch gibt es keine Personalentscheidung. Gemeinsam mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland wurde eine Stellenausschreibung für jeweils einen orthodoxen Rabbiner und einen liberalen Rabbiner bzw. Rabbinerin veröffentlicht. Diese zukünftigen Militärbundesrabbiner erhalten die Besoldungsgruppe A 13/14 und unterstehen der in Berlin neu eingerichteten Verwaltung eines Militärrabbinats. Dieses wird von einem Militärrabbiner geleitet, der namentlich ebenfalls noch nicht bekannt gemacht wurde.

 

Rund 300 jüdische Männer und auch einige jüdische Frauen befinden sich gegenwärtig unter den 1.800 Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr, in der etwa 3.000 Muslime und 90.000 gläubige Christen ihren Dienst machen. Im Ersten Weltkrieg zum Vergleich kämpften rund 100.000 jüdische Soldaten in der deutschen Armee, die von jüdischen Feldrabbinern begleitet wurden. An diese Tradition, die mit der Erstarkung des Nationalsozialismus abbrach, will nun der Zentralrat die Juden in Deutschland wieder anknüpfen nachdem Jahrzehnte nach 1945 junge Juden von der Wehrpflicht ausgenommen waren. „Mit jüdischer Militärseelsorge wollen wir unseren Beitrag zur ethnischen Ausbildung der Soldatinnen und Soldaten leisten. Die Bundeswehr soll ein positives Spiegelbild unserer Gesellschaft sein“, erklärte Zentralratschef Dr. Joseph Schuster Ende 1019, als die damalige Vereinigungsministern Annegret Kamp-Karrenbauer und der Zentralrat der Juden in Deutschland einen Staatsvertrag über die jüdische Militärseelsorge unterzeichneten. Zu den Ausgaben der Militärbundesrabbiner gehört neben der seelsorgerischen Begleitung der jüdischen Soldaten auch die religiöse Bildung durch verschiedene Schiurim sowie der interreligiöse Dialog.

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