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Holocaust Gedenken virtuell

GROSSVERANSTALTUNGEN ABGESAGT

KZ Buchenwald. Foto: Derv Eloper / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)
KZ Buchenwald. Foto: Derv Eloper / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Vor 75 Jahren wurden viele Todes- und Konzentrationslager durch den Einmarsch alliierter Truppen befreit. In der heutigen Gedenkstätte Buchenwald sollte eine zentrale Gedenkveranstaltung stattfinden, die jedoch wegen der Coronapandemie abgesagt wurde. In aller Stille wurde nun an die Befreiung der Häftlinge durch Einheiten der US-Streitkräfte im April 1945 gedacht, die kurz vor ihrem Einmarsch einen Aufstand der Häftlingen gegen ihre Peiniger ermöglichten. Die Erinnerung an die Gräuel muss wachgehalten werden, betonte Thüringens Ministerpräsident in seiner ins Internet übertragenden Rede, damit sich „diese Menschheitsverbrechen niemals wiederholen“. In einer „Thüringer Erklärung“ die auch der Direktor der Stiftung „Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora“ für das ehemalige KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie für das Speziallager Nr. 2 Buchenwald bei Weimar Volker Knigge neben weiteren Persönlichkeiten und mehrere Holocaust-Überlebenden unterzeichneten, wurde das erneute Erstarken des Rechtsextremismus und Nationalismus verurteilt. Auch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten sagten wegen der Ausbreitung des Coronavirus geplante Gedenkveranstaltungen mit Überlebenden der Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück ab, das diese wegen ihres Alters zur Hochrisikogruppe gehören. Gleiches gilt auch die geplante Großveranstaltung in der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Dort waren 5000 Gäste eingeladen, darunter 120 Überlebende des Konzentrationslagers. Die niedersächsische Staatskanzlei verschob die Großveranstaltung nun auf den 18. April 2021.

 

In Zusammenarbeit mit der UNESCO organisierte der Jüdische Weltkongress (WJC) jetzt wegen Corona eine 20-minütige Online-Veranstaltung, die für alle abrufbar ist. Neben WJC-Präsident Ronald S. Lauder spricht auch Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, die als Kind den Holocaust im Versteck überlebte und als Mitglied der Exekutivkommission der WJC für Holocaust-Gedenken zuständig ist, sowie die in Rumänien geborene israelische Diplomatin und Politikerin Colette Avital, ebenfalls eine Holocaust-Überlebende. Ursprünglich sollte in Bergen-Belsen anlässlich des 75.Jahrestages der Befreiung mehrere Überlebende anreisen, die im Displaced Persons Lager bei Bergen-Belsen nach dem Krieg geboren wurden und lebendige Zeugen des Neubeginns wurden. Auch darüber berichtet das abrufbare Video.

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