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„Exil und Fotografie“ in der Berliner Villa Griesebach

Arbeiteten von Rudi Weissenstein, Ellen Auerbach und Christian Boltanski

Rudi Weissenstein, Villa Griesbach, Galerie, Christian Boltanski, Dr. Sarah Hadda
Rudi Weissenstein, Miriam Weissenstein‘s Gym Class, Herzliya, 1941

Eine ganz besondere Ausstellung ist gegenwärtig in der Berliner Villa Griesbach zu sehen. Gezeigt werden neben einigen bekannten auch selten zu sehende Arbeiten von Rudi Weissenstein, dem legendären Foto-Chronisten Israels, dessen Aufnahmen von der Gründung des jüdischen Staates inzwischen zum Weltkulturerbe zählen.

 

Einige Fotoabzüge kann man käuflich erwerben, andere sind unverkäufliche Leihgaben. Kuratorin Dr. Sarah Hadda stellte eine Schau des Alltagslebens vor und in den ersten Jahren nach der Staatsgründung Israels zusammen, die einen guten Einblick in das Alltagsleben jener Zeit gibt, den Optimismus der Einwanderer, die dem NS-Terror entfliehen konnten und nun mühsam ihren eigenen Staat aufzubauen begannen. Weissenstein, der die Tänzerin Miriam Arnstein in Eretz Israel traf und sie bald darauf heiratete, baute mit ihr zusammen ein Fotoarchiv auf, in dem sich heute über eine Million Fotos befinden, die künstlerische Dokumente des Staates Israels seit seinen Anfängen bis in die neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts sind.

 

Die Ausstellung, die ein kleines Mosaikstein seines Schaffens ist, beschränkt sich auf Fotos aus den 30er bis 50er Jahre. „Exil“ steht hierbei im Vordergrund, die „Hoffnung“, der „Verlust der alten Heimat“ und die Schaffung einer neuen Gesellschaft. Weniger bekannt sind die großartigen Werke der Fotokünstlerin Ellen Auerbach, die 1933 von Karlsruhe nach Tel Aviv emigrierte, wo sie ein kleines Studio für Kinderporträts gründete. Arbeiten von ihr sind ebenfalls in der Villa Griesbach zu sehen, wie auch eine künstlerisch hochwertige Fotowand, die Christian Boltanski 1992 zur Erinnerung an eine „Jüdische Schule“ schuf, von denen die meisten Kinder Opfer des Holocaust wurden. Ihnen gelang die Flucht nicht. Eine kleine, aber inhaltlich sehr aussagekräftige Ausstellung, die Berlinbesucher sich unbedingt anschauen sollten.

(Bis 21.September 2019)

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