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Eine Liebeserklärung an Israel und sein Kino

Europa- und mehrere Deutschlandpremieren – Jüdisches Filmfestival Berlin& Brandenburg

Seit 22 Jahren organisiert Nicole Galliner jüdische Filmfestspiele. In Deutschland existieren zwar inzwischen vielerorts solche Festivals, doch immer noch ist es das umfangreichste kulturelle Event und wichtigste dieser Art.

 

Über 40 Filme in 14 verschiedenen Spielorten werden diesmal auf dem „Jüdischen Filmfestival Berlin & Brandenburg“ gezeigt. Die Eröffnung in Potsdam im Hans Otto Theater am 4. Juni beginnt diesmal mit einer Weltpremiere. Vorgestellt wird der Film „90 Minuten – Bei Abpfiff Frieden“, Regie führte Eyal Halfon. Die deutsch-israelische Koproduktion, an der sich auch die Palästinensische Autonomiegebiete beteiligte, ist eine Politsatire über ein Fußballspiel zwischen der israelischen Nationalmannschaft und dem palästinensischen Team, die zum friedlichen Miteinander auffordert und zugleich auch als Kritik auf den internationalen Fußballverband verstanden werden soll sowie auf besserwisserische Welteuropäer. Andere Filme werden in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft gezeigt, wie der Dokumentarfilm „A Heartbeat Away“ über herzkranke Kinder in Tansania, denen ein israelischer Kinderkardiologe hilft oder „Women in Sink“ über eine Kontaktaufnahmen zu palästinensischen Frauen bei einem Friseur in Haifa und „Wedding Doll“ über eine junge, geistig behinderte Frau, die sich trotzdem im Leben zu behaupten versucht. Mehrere Regisseure wie Schauspieler sind auf dem Festival anzutreffen, die ihre Filme vorstellen. Unter anderem auch Ilja Richter, der sich mit seinen eigenen jüdischen Wurzeln in „Hotel Bogota“ wie „Gott und die Welt“ auseinander setzt.

 

Das Festival endet am 19. Juni 2016 in Berlin, wo in der „Filmkunst 66“ der Dokumentarfilm „Every is Copy“ des in den USA lebenden Jacob Bernstein über seine Mutter Nora Ephron gezeigt wird, die eine bekannte Regisseurin und Drehbuchautorin ist. Aus ihrer Feder stammen Filme wie „Schlaflos in Seattle“ oder „Harry und Sally“. Regisseur Jacob Bernstein wird persönlich den gemeinsam mit Nick Hooker gedrehten Film vorstellen, der in Berlin zugleich seine Europapremiere feiert.

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