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Erinnerungskultur hat mit unserer Zukunft zu tun

Reichspogromnacht, Landtag Brandenburg, Gedenken
„Präsidentin Britta Stark gedachte mit den Abgeordneten des Landtag Brandenburg der „Reichspogromnacht“. Foto: Landtag Brandenburg

In vielen Städten und Orten wurde in Deutschland an die Opfer des Nationalsozialismus und die Reichspogromnacht erinnert. So auch im Landtag Brandenburg, wo die Abgeordneten vor Beginn ihrer 67. Plenarsitzung der „Reichspogromnacht“ vor 80 Jahren mit einer Schweigeminute gedachten. „Erinnerungskultur hat mit unserer Zukunft zu tun“ erklärte Landtagspräsidentin Britta Stark, die zur Aktuellen Stunde „Gedenken an die Reichspogromnacht“ vor 80 Jahren – Jüdisches Leben in Brandenburg heute“ eingeladen hatte. Unter den Gäste waren Landesrabbiner Presman, Rabbiner Prof. Dr. Homolka, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Dr. Joffe und Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Potsdam. „Weil Antisemitismus, Gewalt und Vernichtung von Menschen schon einmal zustimmungsfähig waren, müssen wir uns fragen, woraus heute Antisemitismus und rassistische Gewalt entstehen, mahnte sie. „Bezugspunkt für das Lernen aus der Vergangenheit ist nicht nur die Gegenwart, sondern die Zukunft. Unsere Erinnerungskultur muss von der Zukunft her gedacht werden und beginnen mit der Frage, wie wir zusammenleben wollen.

 

Nur so kann Erinnerungskultur zu verantwortlichem Handeln führen. Der Rückwärtsgewandtheit von Antisemitismus und einer neuen Rechten, die Hass verbreitet und Ängste schürt, können wir wirksam entgegentreten mit der Zukunftsorientierung auf eine menschliche, solidarische und offene Gesellschaft“, erklärte Landtagspräsidentin Stark in ihrer Rede und betonte „Wie aufrichtig wir heute die nationalsozialistische Vergangenheit bewerten, ist eine Existenzfrage für unsere offene demokratische Gesellschaft.“

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