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AFRIKAS NEUE KOOPERATION MIT ISRAEL

Rabbinerseminar zu Berlin, Oberrabbiner David Lau, Dr. Josef Schuster, Rabbiner Joshua Spinner
Die offizielle Anerkennung des Rabbinerseminars durch Israels Oberrabbiner David Lau (r.) ist ein „Qualitätsmerkmal“, sagt Zentralratspräsident Dr. Josef Schuster.

Doppelt hält besser. So könnte man die Zeremonie der Anerkennung mehrerer Absolventen des Berliner Rabbinerseminars in Frankfurt am Main in der großen Westendsynagoge beschreiben. Jeder von ihnen hatte zuvor bereits seine Smicha von einem der weltweit höchsten rabbinischen Autoritäten erhalten, von Dayan Chanoch Ehrentreu, der zwar in London lebt, aber zusätzlich als Rektor dem Berliner Rabbinerseminar vorsteht. Der inzwischen hochbetagte 88-Jährige war diesmal nicht in seine Geburtsstadt gekommen, dafür aber David Lau, Israels aschkenasischer Oberrabbiner.

 

Direktor Rabbiner Joshua Spinner, Kuratorium Rabbinerseminar, Küf Kaufmann, Zentralratsvizepräsident Abraham Lehrer
Entscheidungsträger: Direktor Rabbiner Joshua Spinner (Mitte); Kuratoriumsmitglied des Rabbinerseminars Küf Kaufmann (l.) und Zentralratsvizepräsident Abraham Lehrer (r.).

Für die orthodoxe jüdische Gemeinschaft in Deutschland war die Veranstaltung ein historischer Tag von großer Symbolkraft. Die ehemaligen Absolventen hatten von Rabbiner Lau persönlich Urkunden erhalten, in denen sie als Rabbiner bestätigt wurden. Für das Berliner Rabbinerseminar war das ein Ritterschlag innerhalb der jüdischen Welt. Es war das erste Mal, dass das Oberrabbinat in Israel eine Institution im Ausland offiziell anerkannte. Die Befürchtung damit auch in Abhängigkeit vom aschkenasischen Oberrabbinat zu geraten, winkten die Verantwortlichen, Direktor Rabbiner Joshua Spinner, der auch Executive Vice President und CEO der Ronald S. Lauder Foundation ist, sowie Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, ab. „Wir arbeiten zwar Hand in Hand, stehen aber nicht in einem direkten Abhängigkeitsverhältnis zum israelischen Oberrabbinat“, verdeutlichte Dr. Schuster. Beide freuen sich darüber, dass Oberrabbiner David Lau, der die weltweit höchste religiöse Instanz der aschkenasischen Orthodoxie verkörpert, die von der Lauder Foundation geförderte Ausbildungsstätte in Deutschland mit der Überreichung der Zertifikate an die ehemaligen Absolventen offiziell bestätigte. Ein Quantensprung und „ein Qualitätsmerkmal“, lobte Dr. Schuster. Auch der Frankfurter Rabbiner Avichai Apel, der nicht nur Vorstandsmitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschlands ist, sondern neben dem Präsidenten der Europäischen Rabbinerkonferenz Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt sowie Zentralratsdirektoriumsmitglied Michael Grünberg, Zentralratspräsidiumsmitglied Küf Kaufmann und Dr. Roman Skoblo gleichfalls im Kuratorium dem Berliner Rabbinerseminar vorsteht, brachte seine Freude über die Zeremonie zum Ausdruck: „Das bedeutet auch eine Anerkennung der Qualität unserer Ausbildung“.

 

Eine feierliche Überreichung der Smicha-Urkunden fand schon einmal in Frankfurt statt. Das war im Jahr 2016. Damals erhielten drei Absolventen des Rabbinerseminars ihre Auszeichnungen, unter den Augen der Urenkel des Gründers des ersten Berliner Rabbinerseminars Rabbiner Azaria Hildesheimer und Professor Meir Hildesheimer, die aus Israel anreisten, um die jungen Rabbiner zu beglückwünschen, die nun vorwiegend in den deutschsprachigen Ländern als religiöse Autoritäten die Gemeinden und Synagogen zum neuen Leben erwecken und stärken. Bis heute haben immer noch nicht alle jüdischen Gemeinden einen eigenen Rabbiner. Nach wie vor besteht großer Bedarf.

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