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Junge Juden demonstrieren gegen die AfD

Juden in der AfD, Arbeitskreis, Alternative für Deutschland

Fotos: Alexander Beygang

Die Jüdische Studierendenunion Deutschland (JSUD) hat anlässlich der sich zur selben Zeit in Wiesbaden gründenden Gruppierung „Juden in der AfD“, unter dem Motto „AfNee – Diese Alternative ist nicht koscher“, demonstriert. Über 400 Menschen sind dem Aufruf der JSUD gefolgt und zum Goetheplatz nach Frankfurt am Main gekommen. Neben VertreterInnen bekannter jüdischer Organisationen, wie dem Zentralrat der Juden in Deutschland, sind auch zahlreiche jüdische Studierende sowie Verbündete aus ganz Deutschland angereist.

 

In flammenden Reden sprachen sich junge jüdische AktivistInnen gegen die Instrumentalisierung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland durch die AfD aus. Gesprochen haben: Die JSUD-Präsidentin Dalia Grinfeld, Mike Samuel Delberg (JSUD-Vizepräsident und Mitglied des Präsidiums von Makkabi Deutschland), Laura Cazes (Vizepräsidentin der European Union of Jewish Students), Alexandra Poljak (Präsidentin des Bundes Jüdischer Studenten in Baden), Michael Ushakov (Leiter des Policy Referats der JSUD), Monty Ott (jüdischer Aktivist) und Hannah Peaceman (Redakteurin der jüdischen Zeitschrift Jalta).

 

Dalia Grinfeld: „Unsere Kundgebung hat gezeigt, dass die große Mehrheit der Juden in Deutschland klar gegen die menschenverachtenden Ideologien der AfD steht! Wir lassen uns nicht von der AfD instrumentalisieren: Kein Koscher-Stempel für Antisemiten und Rassisten.“

 

Mike Samuel Delberg: „Wir sind mehr! Wir sind mehr als die Angstmacher dieses Landes! Die jüdische Jugend Deutschlands wird nicht schweigen, wenn das Judentum von der AfD missbraucht wird.“

 

Michael Ushakov: „Für mich ist die AfD nicht deutsch! Deutsch ist für mich ein stolzer Europäer zu sein, Verantwortung für die eigene Geschichte zu übernehmen und jedem Menschen mit Würde zu begegnen.“

 

Laura Cazes: „Wenn Politiker davon sprechen, den völkischen Begriff endlich ‘wieder‘ positiv besetzen zu wollen oder endlich ’wieder’ stolz auf Deutschland sein zu wollen, dann ist das kein Zufall, sondern eine Antithese. Eine Antithese zu dem Prinzip auf dem jüdisches Leben in Deutschland nach 1945 erst möglich sein konnte: ’Nie wieder!”

Mike Samuel Delberg, Jüdische Studierendenunion Deutschland

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