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DIE WELT TRAUERT

Solidaritätsbekundungen auch von Juden aus der ganzen Welt

Auch die Frankfurter WIZO gedenkt der Opfer des islamistischen Terrors.
Auch die Frankfurter WIZO gedenkt der Opfer des islamistischen Terrors.

Die Welt ist schockiert über die Brutalität der Attentate in Paris. Erschrocken ist auch die jüdische Gemeinschaft Europas, erstaunt jedoch nicht. Viel zu schnell und zu leichtfertig wurde nach dem Überfall auf Charlie Hebdo und dem koscheren Supermarkt in Paris zur Tagesordnung übergegangen – die große Gefahr, die von islamistischen Strömungen ausgeht als „Panikmache“ nivelliert. Der überall gegenwärtige, vor allem islamistisch geprägte Antisemitismus in Frankreich, der inzwischen tausende Juden zum Verlassen des Landes bewegte, wurde geflissentlich übersehen. 130 Menschen wurden am 13. November in Paris getötet, über 350 verletzt, einige von ihnen schweben immer noch in Lebensgefahr.

 

Überall in Europa trauern die Menschen mit den Hinterbliebenen der Opfer und zeigen ihre Solidarität. Fahnen flaggen auf Halbmast, in den Kirchen finden spezielle G´ttesdienste statt. Zum zentralen Trauergottesdienst in Notre Dame in der französischen Hauptstadt kamen Politiker aus der ganzen Welt. Auch in der Großen Synagoge in Paris versammelten sich Juden zur Gedenkzeremonie für die Terroropfer. „Unser Volk, das mehr als andere geprüft worden ist, kennt die heilende Kraft von Solidarität und Einheit angesichts des Schmerzes auseinander gerissener Familien und verwaister Kinder“, betonte Oberrabbiner Guggenheim. Oberrabbiner Korsia hofft, „die Gesellschaft Frankreichs wird sich von ihrer Trauer ebenso erheben, wie die Gesellschaft Amerikas sich von der Tragödie des 11. Septembers erhoben hat und wie die israelischen Gesellschaft, die sich durch Anschläge nie hat unterkriegen lassen“.

 

Auch in Deutschland zeigt die jüdische Gemeinschaft ihre Anteilsnahme. In vielen Gemeindezentren wurden Solidaritätsplakate aufgehängt, zum Beispiel in Frankfurt am Main während des WIZO Basars.

 

Kaltblütig und wahllos hatten die jugendlichen IS-Mörder in Paris um sich geschossen, im Café, auf der Straße und im Musikclub Bataclan. Acht Terroristen richteten hier ein entsetzliches Blutbad an, das von der IS in Syrien angeordnet, von Brüssel aus organisiert und in Paris ausgeführt wurde. Der Eindruck, dass es sich auch um einen mörderischen Schlag gegen Juden und ihre Freunde richtet, verdichtet sich. Im „Le Bataclan“ fanden sehr viele jüdische und pro-israelische Veranstaltungen statt. Unter den Fundraisingabenden für israelische Einrichtungen gibt es traditionell auch eine jährliche Spendenveranstaltung für den israelischen Grenzschutz. Am Abend des 13. Novembers gab die US-amerikanische Rockgruppe „Eagles of Death Metal“ ein Konzert. Als die Musiker im Juli in Israel auftraten, wurde die Band aufgefordert, der Boykott-Bewegung beizutreten und das Konzert abzusagen. „F.... you“ war die Antwort des Sängers Jesse Hughes. Jetzt schossen IS-Mitglieder auf ihrem Konzert in Paris brutal um sich. Ermordet wurden unbeteiligte Menschen, die nur ausgehen und sich ein schönes Wochenende machen wollten. Hoffentlich hat die Welt endlich die Bedrohung begriffen, die von der IS und anderen militanten Islamisten ausgeht, die nicht nur Israel im Visier haben, sondern die gesamte freiheitliche Welt. Es ist an der Zeit, dass den schönen Worten endlich auch Taten folgen.

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